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15.05.02 - Allgemein: Vivendi nimmt US-Gewaltspiele aus dem Programm

geschrieben von Klaus Reiss um 13:06 Uhr.

Im Rahmen der aktuellen Diskussionen zum Thema "Gewalt in Computerspielen" hat sich die Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland GmbH dazu entschlossen, bis auf weiteres US-Versionen sogenannter Gewaltspiele nicht mehr zu vertreiben. Das Unternehmen werde sich auf die Entwicklung konsensfähiger Spiele für den deutschen Markt konzentrieren. Wie der Publisher heute mitteilte, wolle man damit ein Zeichen setzten und konstruktiv für eine zukünftige Diskussionsgrundlage sorgen.

Vivendi-Geschäftsführer, Stefan Nußbaum, betonte in diesem Sinne nochmals, dass nach derzeitigem Stand der Wissenschaft - entgegen anderslautenden Presseberichten - Gewalt in Spielen nicht zu tatsächlicher Gewalt führe. Dies habe unter anderem eine kürzlich veröffentlichte Studie der Kölner Fachhochschule für Sozialpädagogik ergeben, die im Auftrag des Bundesforschungsministerium erstellt wurde.

Nach Angaben von Vivendi lege man zudem großen Wert auf eine offene Diskussion, um somit an der Entwicklung eines tragfähigen, gesellschaftlichen Konsens für solche Produkte mitzuwirken. Ausdrücklich unterstützt wird der Vorschlag, Spiele und Medieninhalte dem bei Filmen bewährten System einer differenzierten Altersfreigabe zu unterstellen. Wie Stefan Nußbaum weiter äußerte, sei der Anteil an sogenannten Ego-Shooter in dem von Vivendi UIP vertriebenen Portfolio verschwindend gering: Das aktuelle Programm bestehe aus etwa 300 Produkten aus den Bereichen Kinder- und Lernsoftware, Homesoftware und Spielen - das Genre Actionspiele sei dabei mit weniger als eine handvoll Titel vertreten.

Quelle: MCV

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