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Star Wars: Knights of the old Republic

geschrieben von Sascha Gläsel

Hersteller: Bioware, LucasArts, Electronic Arts
Genre: Rollenspiel
System: Xbox, PAL-Version
Besonderheiten: Rollenspiel im Star Wars Universum, komplett deutsch
USK (ESRB): Geeignet ab 12 Jahren
Spieler: 1
Testmuster von: eigene Anschaffung

Nach unzähligen Action-Spielen die uns die Spieleindustrie mit der Star Wars Lizenz vermachte, geht Bioware einen anderen Weg. Mit "Star Wars: Knights of the old Republic" soll ein Rollenspiel das Feeling der bekannten Filmreihe auf den Bildschirm zaubern. Da die us-amerikanische Spieleschmiede auf dem PC als Macher der "Baldur's Gate" Rollenspiele bereits für beste RPG-Unterhaltung sorgen konnte, ein sicherer Hit für die Xbox?

Cover Knights of the old Republic XboxDie Geschehnisse in "Star Wars: Knights of the old Republic" spielen zeitlich weit vor den Ereignissen aus Episode 1. Die beiden Jedi Ritter Revan und Malak haben mit einer republikanischen Armee den Überfall der Mandalorianer erfolgreich zurückgeschlagen. Doch statt als siegreiche Helden heimzukehren verschwinden Revan und seine Soldateska spurlos. Bis er eines Tages als Dunkler Lord an der Spitze einer riesigen Sith-Raumflotte seinerseits über die Republik herfällt. Ihr beginnt euer Abenteuer in den Weiten des Weltalls als normaler republikanischer Soldat. Ein überlegen bewaffneter Sith-Kreuzer legt euer Schiff in Schutt und Asche. Ihr entkommt mit einigen wenigen Überlebenden in kleinen Rettungskapseln, die auf dem Planeten Taris niedergehen. Darth Malak, der nach der Ausschaltung Darth Revans durch einen Jedi Trupp unter Führung der jungen Bastila die Sith anführt, läßt Taris nach den Überlebenden in ihren Rettungskapseln durchforsten. Er vermutet Bastila unter den Überlebenden. Außerdem verhängt er eine Quarantäne über den Planeten: Alle potentiellen Blockadebrecher werden gnadenlos abgeschossen.

Soldat, Späher oder Gauner
Bevor ihr auf Entdeckungstour geht, legt ihr Aussehen und Charakterklasse eures Helden fest. Ihr schlagt euch entweder als Gauner, Soldat oder Späher wahlweise als Mann oder Frau durch "Star Wars: Knights of the old Republic". Sie unterscheiden sich in den rollenspieltypischen Eigenschaften, wie Stärke, Intelligenz oder Geschicklichkeit, sowie in ihren Fähigkeiten und speziellen Talenten. Außerdem wirkt sich die Wahl beim späteren Levelaufstieg aus. Ein Soldat bekommt pro neu erreichtem Level zum Beispiel mehr Hitpoints zugeteilt als ein Gauner. Dafür levelt dieser seine Fähigkeiten öfter auf. Ein Späher bietet als ausgewogener Charakter einen Mittelweg zwischen Gauner und Soldat. Jetzt nur noch einen passenden Namen einfallen lassen und einen von drei Schwierigkeitsgraden gewählt und los gehts.

Knights of the old Republic Xbox
Euer Drei-Mann-Trupp auf Taris, der ersten Station eures Abenteuers. Links der schießwütige Droide HK-47, der nur allzu gern "Fleischsäcke" eliminiert. Rechts der stets mißtrauische Carth. Ein republikanischer Soldat, der zusammen mit euch auf Taris gestrandet ist.

Die Fähigkeiten bestimmen wie gut ihr in bestimmten Aktionen seit. Egal ob ihr nun Minen legt oder entschärft, getarnt unsichtbar an Wächtern vorbeischlüpft, als Daniel Düsentrieb abgeschaltete Kampfdroiden umprogramiert oder als Hacker Computersysteme unterminiert: erfolgreich seit ihr nur, wenn ihr die entsprechende Fähigkeit ausgebaut habt. Da ihr eure Charaktere nicht beliebig aufleveln dürft - nach Level 20 ist Schluss, egal wieviele Erfahrungspunkte ihr euch sonst noch erspielt - solltet ihr euch für jeden eurer Protagonisten auf einige wenige Fähigkeiten beschränken. Im Verlaufe eures Abenteuers werden sich euch neun Perso... äh Lebensformen anschließen, darunter drei Jedis, zwei Droiden und ein Wookie. Nur jeweils zwei dürfen euch begleiten. Erfahrungspunkte bekommen aber alle in eurer Truppe, egal ob sie Seite an Seite mit euch kämpfen oder in eurem Raumer eurer Rückkehr harren.

Drei aus zehn
Nach und nach wachsen euch eure Leute richtig ans Herz. Fast jeder hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Egal wer sich eurem Trupp hinzu gesellt, nach einer Weile will jeder mal mit euch über seine Probleme reden. Die junge Twi'lek Mission erzählt euch zum Beispiel von ihrem nichtsnutzigen Bruder, der Mandalorianer Canderous von glorreichen Schlachten seines Klans, die Jedi Juhani von ihrer schweren Kindheit oder der Droide HK-47, der bis auf seinen Meister alle nur abschätzig als Fleischsack verhöhnt, wie er für seine vorherigen Meister eine große Anzahl Fleischsäcke effektiv eliminiert hat. Haut sie in eurem Raumschiff ruhig mal für neue Infos und kleine kostenlose Itemgaben an. An einigen Stellen ist es nötig, bestimmte Personen in eurer Party zu haben. Habt ihr Mission dabei, dann läuft euch später eine ehemalige Freundin von Missions Bruder über den Weg. Auf einem anderen Planeten bittet jemand um die Hilfe des Jedis Jolee.

Knights of the old Republic Xbox
Unterhaltungen sind das A und O in diesem RPG. Nur so erhaltet ihr Informationen oder zieht euch Aufträge an Land. In der offiziellen deutsche Version selbstredend in deutscher Sprache.

Doch zurück zu den Eigenschaften eurer Protagonisten. Während sich die Fähigkeiten vornehmlich auf Fertigkeiten abseits von Kämpfen auswirken, stellen euch Talente überwiegend Kampftechniken zur Verfügung. Zu Beginn sind dies lediglich spezielle Angriffsarten für den Nahkampf oder Blastereinsatz sowie passive Talente, die euch entweder erst die Nutzung verschiedenster Ausrüstung ermöglichen oder eure Eigenschaftswerte für den Kampf aufwerten. Entwickelt sich euer Alter Ego erst einmal zum Jedi, kommen noch Machttalente hinzu, getrennt in hellen, dunklen und neutralen Machteinsatz. Beim Levelaufstieg winken meist neue Talente. Wie auch beim Aufleveln der Attribute und Fähigkeiten nimmt der Computer das Aussuchen neuer Talente auf Wunsch selbstständig in die Hand.

Fragen kosten nichts
Auf Taris angekommen ist es erste Rollenspielerpflicht Informationen zu beschaffen, in dem ihr die Leute in Gespräche verwickelt und ausfragt. Wo sind Rettungskapseln abgestürzt, was ist mit den Insassen passiert, usw.? Die Gespräche laufen in Multiple Choice Form ab. Ihr habt meist mehrere Möglichkeiten Fragen zu stellen oder auf Gesagtes zu antworten. Dabei erhaltet ihr nicht nur aktuelle News aus der Gerüchteküche des Planeten. Viele Leute schütten euch ihr Herz aus. Andere geben Informationen erst preis, wenn ihr kleinere Aufgaben erledigt. So gelangt ihr nicht nur in der Hauptgeschichte weiter, sondern spürt zusätzlich eine Menge Sidequests auf, deren Lösung euch Geld, Ausrüstung oder schlicht Erfahrungspunkte einbringen. Der Clou: Ihr habt die Möglichkeit alle euch gestellten Aufgaben sowohl auf gute Art als auch auf bösartige Weise zu lösen.

Zwei Beispiele: Ein Mann wird von Geldeintreibern eines Kredithaies bedrängt. Helft ihr ihm, indem ihr die Eintreiber verjagt und ihm vielleicht sogar die benötigte Summe zusteckt, damit er aus dem Schneider ist? Böse Jedis helfen dagegen den Eintreibern den Schuldner fertig zu machen. Später müßt ihr einen Droiden käuflich erwerben. Droht ihr dem Käufer Gewalt an um den Kaufpreis zu drücken oder versucht ihr es als guter Jedi lediglich mit Überredung und bezahlt bei einem Fehlschlag lieber etwas mehr? Beides ist möglich und bringt Erfahrung. Außerdem kann es euch in einigen Situationen Geld ersparen, je nachdem wie ihr euch entscheidet. Bei gelösten Aufgaben erhaltet ihr Punkte entweder für die dunkle oder die helle Seite der Macht. Eine Anzeige im Aktionsmenü verdeutlicht, wie stark euer Charakter der hellen oder der dunklen Seite der Macht zugetan ist.

Die dunkle oder helle Seite der Macht
Eure Machtgesinnung wirkt sich auf dem ersten Planeten spielerisch nicht aus. Dafür aber optisch. Eure Spielfigur verändert sich in Nuancen, wenn er sich mehr zur dunklen oder hellen Seite entwickelt. Erst wenn ihr nach der Flucht von Taris eine Ausbildung als Jedi absolviert, bekommt diese Einordnung auch spielerische Relevanz. Setzt ihr im Kampf die Macht ein, kostet euch das Machtpunkte, die sich mit der Zeit von alleine wieder auflädt. Ist die Machtanzeige im hellen Bereich, dann kostet euch der Einsatz von hellen Machttalenten (z.B. "Heilen" oder "Droiden zerstören") weniger Machtpunkte, als dunkle Machtaktionen (z.B. "Würgen" oder "Töten"). Umgekehrt, habt ihr als fieser Jedi bösartig agiert und die Machtanzeige auf die dunkle Seite geprügelt, kostet euch der Einsatz dunkler Machttalente weniger Machtpunkte. Dagegen werden helle Machtaktionen kostspieliger. Auf neutrale Machtfähigkeiten wirkt sich eure Gesinnung nicht aus.

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Nachdem ihr von Taris entkommen seit und zum Jedi ausgebildet wurdet, reist ihr auf der Suche nach Teilen einer Sternenkarte zu vier Planeten. Die Reihenfolge bestimmt ihr. Manchmal fangen euch Sith-Kampfraumer ab, die ihr in einer kleinen Action-Sequenz vom Geschützturm eures Schiffes abschießen müßt.

Begegnen euch auf euren Wanderungen feindlich gesinnte Leutchen, kommt es zu handfesten Auseinandersetzungen. Keine Zufallskämpfe, wie in den typisch japanischen RPG's. Ihr seht eure Feinde schon von weitem durch die Gegend laufen. Weglaufen oder ganz aus dem Weg gehen ist möglich. Die Kämpfe selbst laufen obwohl scheinbar in Echtzeit vorgetragen rundenbasiert ab. Im Hintergrund werden nach dem "Advanced Dungeons & Dragons" Regelwerk der Erfolg oder Misserfolg eurer Angriffsbemühungen ausgewürfelt. Neben einer zufällig gewählt Zahl zwischen 1 und 20 werden noch bestimmte Boni oder Mali hinzu gerechnet, die sich aus eurer Ausrüstung, der verwendeten Waffe und den Eigenschaftswerten eurer Charaktere ergeben. Ist der sich daraus ergebende Wert größer als der Verteidigungswert des Angegriffenen, richtet ihr Schaden an. Andernfalls verpufft eure Attacke wirkungslos.

Rundenbasierte Kämpfe
Wie eure drei Recken vorgehen legt ihr entweder über allgemein gehaltene automatische Angriffsskripte fest oder bestimmt es bei jedem Gefecht nach eigenem Gutdünken. Bis zu fünf einzelne Befehle gebt ihr jedem eurer drei Protagonisten vor, die dann brav nacheinander abgearbeitet werden. Selbstredend regelt ihr ebenfalls, wer denn gerade attackiert werden soll. Dazu pausiert ihr das Geschehen um euch in aller Ruhe die gegenwärtige Situation anzuschauen. Außerdem wechselt ihr in den Pausen Ausrüstung oder Waffen. Neben schnödem Waffeneinsatz, der Nutzung von speziellen Angriffen oder der Macht, peppt ihr eure Kempen mit Injektionen zum Beispiel für verbesserte Stärke- oder Kampfwerte auf, werft Granaten auf Feindgrüppchen, verarztet angeschlagene Jedis mit Medikits oder verwendet Energieschilde.

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Ein Swoop-Rennen in voller Aktion. Ihr fahrt alleine mit eurem Gleiter gegen die Zait anderer Piloten. Versucht Boost Felder zu überfahren (rechts vorne vor eurem Gleiter). Ist die untere Anzeige aufgefüllt, müßt ihr einen Gang höher schalten.

Wie gut ihr euch schlagt hängt von der Wahl der Ausrüstung ab. In "Star Wars: Knights of the old Republic" habt ihr eine große Auswahl an Rüstungen, Energieschilden, Jedi Roben, Visoren, aufpäppelnden Items und unzähligen Waffen samt einer großen Palette an unterschiedlichsten Granaten und Minen. Zwei gleichartige einhändige Waffen dürfen zusammen benutzt werden - in jeder Hand eine. Verfügt ihr nicht über ein spezielles Talent, ist ein Angriff mit zwei Waffen grundsätzlich weitaus weniger aussichtsreich als mit einem Tötungswerkzeug, da ihr beim Auswürfeln nicht unerhebliche Strafpunkte aufgebrummt bekommt. Besondere Rüstungen und Waffen möbelt ihr an einer Werkbank durch zusätzliche Extras auf. Jedis sollten grundsätzlich nur Jedi Roben tragen. Bestimmte Machttalente verweigern ihren Dienst beim Tragen einer Rüstung. Roben erlauben zwar einen hohen Geschicklichkeitsbonus (wichtig für Nahangriffe und dem Ausweichen von Attacken) weisen bis auf wenige Ausnahmen aber niedrige Verteidigungswerte auf.

Ein kleines Spielchen gefällig?
Entweder kauft ihr die passenden Sachen in diversen Läden ein oder findet sie in den verschiedenen Dungeons des Spieles. Geld dafür erarbeitet ihr euch durch Aufträge oder beim Durchstöbern der Überreste unglücklicher Feinde oder anderer gescheiterter Abenteurer. Eine weitere Möglichkeit an Moos zu kommen sind Glücksspiele. Entweder betätigt ihr euch als Jockey eines Renngleiters in Swoop Rennen oder spielt ein wenig Karten. Pazaak nennt sich dieser Zeitvertreib, eine Mischung aus Bakkarat und "17 und 4". Da ihr ein eigenes Kartendeck mitbringen müßt, kauft euch gute Karten zusammen um eurern Kontrahenten die Credits aus der Tasche zu ziehen. Fast jede Station eurer Reise wartet mit einer Rennpiste oder Pazaak Fans auf.

Bei der Grafik gibt es viel Licht und wenig Schatten. Die Schauplätze wurden mit einer riesigen Weitsicht und vielen kleinen Details austaffiert. Die 08/15 Standardcharaktere unterscheiden sich nur in Nuancen. Lediglich die wichtigen handelnden Personen sind unterscheidbarer in Szene gesetzt was Kleidung und Gesichtszüge angeht. An Grafikeffekten wurde vor allem bei den Kämpfen nicht gespart. Seien es die zum Teil imposanten Explosionen von Granaten oder Minen oder die obligatorischen Blasterschüsse, die selbstredend von den Laserschwertern der Jedi abgewehrt werden. Der einzige richtige Haken ist die nie wirklich flüssige Framerate. Ein minimales bis leichtes Ruckeln ist euer ständiger Begleiter.

Nie wirklich flüssige Bildrate
Untermalt wird das Geschehen durch die gewohnt orchestrale Musik. Dazu gibt es die sattsam bekannten Geräuscheffekte, wie das dezente Summen der Lichtschwerter oder die wummernden Blasterschüsse. Die hiesige Version des Rollenspieles wurde vollständig eingedeutscht. Alle Spieletexte und die komplette Sprachausgabe kommen in deutscher Sprache daher. Allerdings nur, wenn eure Gesprächspartner "Basic" beherrschen, die Amtssprache der Republik. Die Qualität schwankt, was an der zum Teil viel zu unterkühlten Sprechweise einiger Synchronsprecher liegt. Von Wookies, Jawas oder Sandleuten zum Beispiel, die kein "Basic" sprechen, bekommt ihr lediglich ein außerirdisches Kauderwelsch zu Gehör. Einige seltene Fehler treten auf: an einigen Stellen bleibt der Lautsprecher stumm, an anderen ertönen plötzlich englische Laute. Daher unbedingt die Untertitelung einschalten, für den Fall der Fälle.

Knights of the old Republic Xbox
Mission (Vordergrund) und die Jedi Bastila (links), die eine besondere Rolle in "Star Wars: KotoR" spielt, und euer Alter Ego mitten im Gefecht gegen Sandmänner auf Tatooine.

Eure Fortschritte speichert ihr immer und überall und setzt euer Abenteuer später just an genau dieser Stelle wieder fort. Eine automatische Speicherfunktion tritt in der Regel zusätzlich beim Betreten neuer Abschnitte in Aktion. Jedesmal, wenn ihr einen anderen Stadtteil oder ein Gebäude betretet, seht ihr den Ladebildschirm. Es kann schon mal bis zu 15 bis 20 Sekunden dauern, bis der neue Abschnitt geladen ist. Um euch einige Lauferei zu ersparen könnt ihr euch mit einem Knopfdruck zurück zu eurem Raumschiff befördern lassen. Aus Kampfzonen ist dies aber nicht möglich. Sehr nützlich, wenn ihr zum Beispiel Ausrüstung und Waffen an der Werkbank eures Schiffes durch neu erworbene Extras aufwerten wollt. Habt ihr dies erledigt, geht es auf einen erneuten Knopfdruck hin wieder zurück an die Ausgangsposition, von der ihr euch zu eurem Raumschiff zurückportiert habt.

fazit

Bioware hat es geschafft: "Star Wars: Knights of the old Republic" ist ein mitreißendes Rollenspielepos geworden. Die spannende Hintergrundgeschichte mit einigen dicken Überraschungen, durchweg interessante Charaktere und die im normalen Schwierigkeitsgrad herausfordernden und taktisch angehauchten Kämpfe gefallen mir ausnehmend gut. Vom Umfang her reicht es zwar nicht ganz an ein "Baldur's Gate 2" (PC) heran. Wenn ihr euch der Nebenquests konsequent annehmt und ab und an mal eine Partie Pazaak spielt, seit ihr 60+ Stunden beschäftigt. Eiligere Naturen bewältigen ihr Jedi Pensum aber auch in gut 30 Stunden.

Das große Plus des RPG's ist die Möglichkeit bei fast allen Aufgaben zwischen einer guten und bösen Lösung wählen zu können. Erst gegen Ende des Spieles müßt ihr euch konkret entscheiden, welcher Seite der Macht ihr angehören wollt. Für jede der beiden Seiten gibt es einen separaten Abspann, was zu einem zweimaligen Durchspielen einlädt. Grobe Bugs sind mir nicht aufgefallen. Abgestürzt ist mir das Spiel nur ein einziges Mal. Bei den Sidequests müßt ihr aber höllisch aufpassen. Einige sind nach bestimmten Aktionen nicht mehr lösbar. Alles in allem der erhöffte Top-Titel den sich nicht nur Rollenspielfans nicht entgehen lassen sollten (sag).


positiv:

  • spannende Story
  • Aufgaben wahlweise gut oder böse zu lösen
  • massig Sidequests
negativ:
  • leicht ruckelnde Grafik
  • seltene Aussetzer bei Sprachausgabe


grafik: 7.5 | sound: 7.5 | gameplay: 9.0 | gesamt: 9.5
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