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Mission: Impossible Operation SURMA

geschrieben von Klaus Reiss

Hersteller: Paradigm Entertainment
Genre: Action-Adventure
System: PlayStation2, PAL-Version
Besonderheiten:
USK (ESRB): geeignet ab 12 Jahren
Spieler: 1
Testmuster von: Atari

"Mission: Impossible" ist als TV-Serie und Kinohit weltweit bekannt geworden. Jetzt dürft ihr selbst als Ethan Hunt in die unmögliche Mission starten, natürlich nur virtuell, aber immerhin.

Packshot Die zwei Kinofilme mit Tom Cruise in der Hauptrolle waren der bisherige Höhepunkt der bekannten TV-Serie. War der erste Teil noch packend inszeniert und von Geheimnissen, Entringen und wendereicher Handlung getragen, war der zweite Teil meiner Meinung nach nur noch ein Abklatsch davon und wurde von Regisseur John Woo total verunglimpft. Ging es hier nur noch um Zeitlupen-Effekthascherei im Stiele des Vorbildes "Matrix". Aber der Erfolg blieb trotzdem nicht aus, gehört doch Mission Impossible 2 zu den zehn kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten....unglaublich.

Paradigm Entertainment serviert uns jetzt mit "Mission : Impossible Operation SURMA" ein Videospiel, dass sich der Thematik der Filmvorbilder annimmt. Die Story setzt nicht direkt an einem der Filme an, sondern hat im Groben eine eigene Geschichte zu bieten. Eure unmögliche Mission wird es sein, die SURMA Corporation der es gelungen ist einen äußerst gefährlichen Computervirus zu entwickeln und sich mit dessen Hilfe Zugriff auf sämtliche Computersysteme der Welt verschaffen möchte, zu unterlaufen und zu zerschlagen. Selbstverständlich weiß euer Auftraggeber offiziell nichts von diesem Auftrag, und solltet ihr gefangen genommen oder gar getötet werden, so wird man eine Beteiligung leugnen.

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In der Rolle des Ethan Hunt macht ihr euch mit Hilfe der modernsten Agentenutensilien auf den Weg. An Gadgets stehen eine EMP-Pistole zum Unschädlichmachen von Überwachungskameras, ein Zoomfernglas mit integriertem Fotoapparat, ein elektronischer Dietrich für gesicherte Türen, ein Abschussgerät für ein Kabel an dem ihr euch dann zum Beispiel auf höher gelegene Plattformen ziehen könnt und noch viele andere solcher nützlicher Dinge zur Verfügung.

Ethan Hunt wird aus der "Verfolgerperspektive" gesteuert, so seht ihr den Darsteller während ihr ihn steuern dürft immer nur von hinten. Schlagt ihr zum Beispiel eine Wache bewusstlos (dies ist meist nicht sonderlich fordernd, den die Gegner KI ist ziemlich schlecht), so wird an solchen Stellen immer ein kleines Filmchen in Spielgrafik abgespult. Gesteuert wird der Hauptdarsteller immer mit dem linken Analogstick. Mit dem rechten Analogstick wird die Kameraeinstellung vorgenommen. Diese ist mir beim zocken als richtiges Ärgernis aufgefallen, denn so gut wie nie stimmt der Blickwinke, und so ist man mehr mit der Kamerajustierung wie mit der eigentlichen Aufgabe beschäftigt. Auch grafisch hatte ich mir von dem Titel mehr versprochen, es sieht in sich zwar insgesamt alles stimmig aus, auf PS2-Niveau ist die Sache aber noch nicht so richtig angekommen.

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Mission Impossible hat sich viele Ideen von großen Spielen wie Splinter Cell und Metal Gear ausgeliehen. Es sollte in den meisten Fällen Schleichaktion im Vordergrund stehen, ein Schattenbalken zeigt immer an, ob ihr gerade für die Wachen sichtbar seid oder nicht. Dies ist der weitere große Knackpunkt in diesem Spiel, denn wenn ihr einfach keine Lust zum herumschleichen und ducken habt, so ballert halt einfach alles nieder! Erstaunlicherweise kommt man auch auf diesem Weg meist zum Ziel. Ich denke aber mal das die Entwickler dies Bewusst so programmiert habe, denn so kann jeder selbst entscheiden welche Art von Spiel er zocken möchte.

Zur Musikuntermalung kann ich sagen, dass diese immer zum Thema passt und recht gut ausgewählt wurde...meist läuft die bekannte Filmmusik im Hintergrund. Im ersten Level haben mich aber unwahrscheinlich die weiteren Hintergrundgeräusche gestört. So findet in der Residenz, die ihr gerade infiltrieren müsst ein Feuerwerk statt. Nun, dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, aber kein Mensch schafft den Level aufs erste Mal und so werden die ständigen Raketenpfeifgeräusche und die anschließenden Miniexplosionen zur Geduldsprobe und zerren an den Nerven....mir ging es auf jeden Fall so.

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So, genug gemeckert, denn "Mission Imposible" hat selbstverständlich auch seine guten Seiten. Die Missionen sind an sich abwechslungsreich und die vielen Gimmicks müssen fleißig eingesetzt werden. Nutzt man den Schleichfaktor aus, so kann man das Spiel ähnlich wie "Metal Gear" zocken und doch seinen Spaß damit haben.

fazit

An diesem Game werden sich wieder einmal die Geister scheiden. Wer "Splinter Cell" und "Metal Gear" schon durchgezockt hat, seine Erwartungen nicht allzu hoch schraubt und über die teils abgekupferten Ideen hinwegsieht wird mit dem Argentenspiel viele schöne Stunden verbringen können, so es meist immer mehrere Lösungswege auszuprobieren gilt. (kr)


positiv:

  • abwechslungsreiches Gameplay
  • viele Agentengadgets
negativ:
  • Gegener KI nicht sonderlich hoch
  • Kameraeinstellung muss ständig nachjustiert werden


grafik: 7.0 | sound: 7.0 | gameplay: 8.0 | gesamt: 7.0
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